Da die Artikelserie Anleitung zur Suchmaschinenoptimierung von Wordpress ein wenig länger werden soll, erlaube ich mir, ein kleines Vorwort zu verfassen. Ihr dürft das Vorwort aber gerne überspringen, sollte es zu sehr langweilen.
Wieso soll ich meinen Blog suchmaschinenoptimieren?
Das Erstellen von guten, einzigartigen Inhalten bzw. Blogposts benötigt viel Zeit. Für 99% der Blogger ist der einzige Lohn dafür die steigende Besucherzahl, Wertschätzung und Verlinkung von anderen Blogs, also eine steigende Beliebtheit. Wirklich viel Geld verdienen die allerwenigsten Blogger, hier sollte man sich keinen Illusionen hergeben. Wird der eigene Webspace, Plugins, die Domain und ab und zu ein Bier in der Kneipe mit den Blog-Einnahmen bezahlt, hat man bereits viel erreicht. Aber wie lässt sich eine grosse Beliebtheit des eigenen Wordpress Blogs erreichen?
Die Suchmaschinenoptimierung des eigenen Blogs ist ein relativ einfaches und billiges Mittel, mehr Besucher auf die eigene Homepage zu locken. Wordpress ist einerseits durch die Programmierung, andererseits aber auch durch die weite Verbreitung des Blogsystems, bereits gut für Google und andere Suchmaschinen optimiert. Auch ohne Suchmaschinenoptimierung ist die Sichtbarkeit des eigenen WP Blogs bei Google relativ gut. Es besteht also keine Notwendigkeit für SEO, trotzdem bietet es sich aber an.
Grundsätzlich kann man sagen: Je mehr Artikel ein WP-Blog hat, desto mehr Zeit sollte der Blogbetreiber in die Suchmaschinenoptimierung investieren. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Thema das Blogs. Richtet sich das Blog nur an einen engen Personenkreis mit lokalem Bezug (beispielsweise der Kaninchenzüchterverein der Gemeinde Corippo im Tessin – 18 Einwohner, einer oder weniger Kaninchenzüchter werden also angesprochen), lohnt sich SEO weniger als bei einer Seite für Technikfreaks. Für den lokalen Kaninchenzüchterverein wirbt man wohl am besten auf dem Vereinstreffen, im Internet ist die Sichtbarkeit eher von untergeordneter Bedeutung. Ein Technikblog wie beispielsweise Mobiflip.de spricht eine fast unbeschränkte Anzahl von Personen aus dem deutschsprachigen Raum an, diese Personen sind wohl zum grössten Teil nicht durch persönliche Beziehungen miteinander verbunden. SEO drängt sich daher unbedingt auf.
Wie wichtig ist Platz 1 bei Google?
Wie wichtig Platz 1 bei Google ist bestimmt sich vor allem nach dem Segment, in welcher der Wordpress Blog angesiedelt ist und was der Suchende für eine Interessenlage hat. Im Erotik- und Downloads-Bereich ist es so, dass Suchmaschinenposition eins nicht allzu wichtig ist, oft wird auch auf Resultat zwei und drei geklickt. Im News-Segment ist der erste Platz dagegen extrem wichtig. Der Google-Benutzer ist auf eine schnelle Information aus, diese erhält er dank dem genialen Suchalgorithmus von Google meist bereits im ersten Suchresultat. Auch wichtig ist, welche Interessenlage der Suchende hat. Will er zu einem gewissen Thema recherchieren, wird er wohl viele verschiedene Resultate anklicken, ist er auf der Suche nach schnellen Infos, reicht Platz 1 oft aus.
Nach einer Analyse von Webwizard.at vom April 2010, in welcher über zwei Millionen Suchergebnisse und über 200′000 Klicks ausgewertet wurden, zeigt sich folgendes Bild: 48% aller Klicks fallen auf Platz 1 bei Google, Platz 2 wird noch in 26%, Platz 3 in 18%, Platz 4 in 11% und Platz 5 in 9% der Fällen angeklickt. Die Zahlen werden deutlicher, wenn man sich die prozentuale Steigerung der Anzahl Klicks anschaut, wenn man sich von Platz 2 auf Platz 1 in den Suchergebnissen verbessert: Satte 80% mehr wird ein Suchresultat angeklickt. Ich führe diese Zahlen vor allem deswegen auf, weil ich oben darauf hingewiesen habe, dass die Sichtbarkeit von Wordpressblogs bei Google zwar ziemlich gut ist, aber eben nicht perfekt. Bereits durch kleine Tweaks kann man einzelne Plätze gut machen – und dadurch viel mehr Klicks auf die Suchresultate provozieren.
Was muss ich können?
Vor allem einen langen Atem sollte man haben. Zwar sind die richtigen Settings und Plugins für die Suchmaschinenoptimierung schnell gesetzt bzw. installiert, jedoch haben perfekte SEO Einstellungen nahezu keine Wirkung, wenn diese nicht mit einzigartigen und interessanten Infos gepaart werden. Und die Erstellung des Contents erfordert viel Zeit. Auch ein nachhaltiger Linkaufbau lässt sich nicht innert weniger Tagen durchführen.
Ein wenig technischer Sachverstand kann nicht schaden, Eigenentwicklungen oder ähnliches ist nicht nötig. Vor allem für SEO Anpassung der Wordpress Templates werden wir ein bisschen in den PHP-Code eingreifen müssen. Obwohl ich persönlich noch nie etwas mit PHP gemacht habe, ist mir das sehr einfach gefallen. Meine rudimentären, vor vielen Jahren selbst angeeigneten, HTML Skills haben meist ausgereicht. Bei einigen Anpassungen konnte ich auf die kompetente Hilfe von dremox zurückgreifen. Wenn die Technikkenntnisse für die Installation von Wordpress gereicht haben, stehen die Chancen gut, dass auch die Suchmaschinenoptimierungsanpassungen klappen.
Wann soll ich mit der Suchmaschinenoptimierung meines Wordpress Blogs beginnen?
Mit Vorteil startet man das Blog zuerst privat, nimmt die notwendigen Template Einstellungen vor und installiert die gewünschten Plugins. Erst danach gibt man den Blog der Öffentlichkeit preis.
Aber die SEO Massnahmen helfen natürlich genauso sehr, wenn man erst nachträglich (auch wenn der Blog bereits mehrere Jahre besteht) mit der Suchmaschinenoptimierung beginnt. Grundsätzlich kann also gesagt werden: Desto früher mit SEO begonnen wird, desto besser – trotzdem ist es nie zu spät.
Das wär’s bereits gewesen mit meinem Vorwort zur Serie Wordpress Suchmaschinenoptimierung. Die ersten Artikel werden aber erst Ende Juni / Anfang Juli publiziert.
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